
PRPS heißt die neue Superjeans, die in Japan in Handarbeit den letzten Schliff zur optimalen Unperfektion bekommt. Jeans Engineering nennt sich dieses neue Handwerk. David Beckham trägt beispielswiese PRPS. Ab 250 Euro.
www.prpsgoods.com

"A Brand-New Brew" titelte das US-Magazin "Time" im Januar und brachte die Geschichte der Ostheimer Bionade-Brauerei auf einer ganzen Seite. Mit ihrem "fizzy, fruity hit in Germany" wollen die nordbayrischen Erfinder jetzt die Welt erobern, bis 2008 stehen Japan und USA auf dem Plan. Das Neue und Besondere an Bionade ist die Herstellung, denn die rein biologischen Zutaten werden gebraut wie ein Bier, während andere Limonaden einfach zusammengemischt werden. Auf die Idee kam die Betreiber-Familie der Privatbrauerei Peter als mexikanische und amerikanische Biere in den 80er-Jahren begannen, Deutschland zu erobern. Acht Jahre dauerte die Entwicklung der Bio-Limo und kostete über eine Million Euro. Alles Geschichte: 2002 verkauften sich 2 Millionen Flaschen, 2006 waren es 70 Millionen.
Gestern habe ich den Dachboden ausgeräumt. So viele Erinnerungen, alte Klamotten, Schuhe, Ordner... In Zukunft werde ich Erinnerungen virtuell sammeln. Darin gibt es bereits echte Meister, die ihr Leben seit Jahren minutiös dokumentieren. Daily Photo Project heißt diese Internet-Disziplin. Es bedeutet über Jahre hinweg jeden Tag ein Foto von sich selbst machen und sich selber beim Verändern zuzusehen. Darüber hinaus stellen viele die Dokumentation online - zusammen geschnitten zu einem Film. Bizarr, und interessant. Mit dem neuen MacBook geht das auch ganz einfach, denn der Fotoapparat sitzt im Bildschirm.
"Even liberals can't resist Starbucks!" liest man da in Foren. Eine Hassliebe ist entbrannt, niemand kann mehr ohne seinen personalisierten Kaffee und gleichzeitig haben die Starbucks-Addicts ein schlechtes Gewissen, denn sie unterstützen die Starbuckifizierung der ganzen Welt. Aus den 12.440 Filialen im Oktober 2006 sollen 40.000 werden, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte. In München sind die Zeichen schon nicht mehr zu übersehen. Das braune Logo stammt übrigens aus dem Gründungsjahr 1971 und musste im Zuge der Expansion einer entschärften Version weichen; Stichwort: No-Nipples-Policy. www.starbucks.com
Der Schachtürke war ein Schachautomat in Türkengestalt, der 1769 so viel Aufsehen erregte, dass sein Erfinder, ein ungarischer Herr namens Wolfgang von Kempelen, der aufgeregten Öffentlichkeit mitteilte, er habe ihn zerstört. Das stimmte natürlich nicht und der Schachtürke setzte seinen Siegeszug fort und besiegte unter anderem auch Napoleon. Erst 1838 wurde das Geheimnis gelüftet: Ein Mensch war darin versteckt. Menschen sind eben doch besser als Maschinen, weswegen Amazon 2006 "Mechanical Turk" online gestellt hat. Wie es funktioniert: Hier können Menschen gemeinsam Aufgaben erledigen, die keine Maschine bewältigen könnte. Man sucht sich eine Aufgabe aus, erfüllt diese und erhält den dafür ausgeschrieben Festpreis, der meistens unter einem Euro liegt. Da beantwortet man Fragen, gibt seine Meinung ab, malt Schafe (siehe Links) oder geht los und schießt Fotos von bestimmten Dingen - dafür gibt es dann bis zu 3,50 $. Oder der werte Internet-Mensch gibt selbst etwas in Auftrag. Travel in Style könnte beispielsweise 1 Cent pro Restaurant- und Hotel-Tipp ausschreiben. Eine Millionen Tipps würden 10.000 Euro kosten.
Thanks to Reza, Munich
www.mturk.com
www.thesheepmarket.com